Unsere Erfahrung zum Thema Hundeschule

Der Weg zur Hundeschule – Ich, das inkonsequente Frauchen…

„Sollten wir vielleicht nicht doch mal zur Hundeschule?“
Diese Frage stellten wir uns, als wir erfuhren das ich schwanger war. Da wir all die Jahre zuvor super mit dem Hund zurecht kamen, keine Probleme damit hatten, dass er sich die Couch und einige andere Annehmlichkeiten mit uns teilt, war die Hundeschule nie ein Thema für uns gewesen.
Jetzt aber, wo doch ein kleines Baby unterwegs war, sollten wir vielleicht mal die ein oder andere Annehmlichkeit unserem tierischem Baby abgewöhnen.

Gesagt getan. Ich suchte nicht lange und rief bei einer bekannten Hundeschule an.
Die Dame am Telefon war etwas forsch und bemängelte, dass ich sie jetzt erst kontaktierte wo ich schwanger wäre und nicht schon vorher… Normalerweise hätte ich aufgelegt und eine andere Hundeschule angerufen,
da ich aber möglichst schnell einen Termin wollte und sie mir prompt am selben Tag noch eine Schnupperstunde anbot, willigte ich ein und wir verabredeten und für den Nachmittag.
Ich fuhr zum Trainingsgelände der Hundeschule. Dort angekommen, erwartete mich eine kleine, rundlich und sichtlich freudige Dame, mittleren Alters.
Ich hatte die Zündung gerade erst herumgedreht, da ging meine Fahrertür schon auf.

„Du musst Nina sein, stimmt’s?“,

 

funkelte sie mich an. Etwas verwundert aber eigentlich ganz glücklich, da ich mit schlimmeren gerechnet hatte, sagte ich: „Ja, genau. Hallo. Leider habe ich deinen Namen vergessen.“

„Hahahahaha, na klar. Man man man! Diese Stilldemenz. Das kenne ich noch gut von meinen drei Schwangerschaften“, gab sie quiekend von sich und hielt sich ihren Bauch vor lachen.
Nun ja, wir waren uns einigermaßen sympathisch und ich dachte, gemeinsam könnten wir mein tierisches Baby etwas „umerziehen“ und es so schaffen, dass unser Hund nicht eifersüchtig auf den neuen Erdenbürger reagieren würde.
So buchte ich Stunde um Stunde, um irgendwann zu merken, dass ich mit den Regeln einfach nicht zurecht kam. Ich fühlte mich schlecht, als ich dem Hund verbot mit uns auf der Couch zu liegen. Ich fühlte mich schlecht, wenn ich alle, uns allen liebgewonnenen Gewohnheiten plötzlich strich. Ich sah die Trauer in den Augen unseres Hundes. Ich brachte es nicht übers Herz all diese Veränderungen durchzuführen und traf mich nur noch sporadisch mit der Hundetrainerin.

Als dann das Baby geboren war, waren alle Sorgen die wir in Vorfeld hatten, hinfällig.

Der Hund mochte das Baby, das Baby mag den Hund, die Couch ist aufgeteilt und jeder hat seinen Bereich…

Die Kosten von circa 450€ für die Hundetrainerin hätten wir uns sparen können und hätten noch einmal schön an die Nordsee damit fahren können. Aber wenn man alles vorher wüsste, wäre es doch langweilig…

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