Achtung Achtung, jetzt wird es verrucht – ich schreibe heute über das Thema Sex. …Sex nach der Geburt eines Kindes. Na, wem dämmert es langsam, dass es doch nicht so verrucht werden könnte?

Auch wenn sich das Thema „Sex nach der Geburt“ eigentlich auf die Zeit nach der Geburt festlegt, beginne ich ein bisschen früher und hole ein wenig aus.

Gedankenblase wird eingeblendet:

Ich befinde ich mich gerade im 7. Monat. Mein Bauch ist ziemlich klein. Erschreckend klein sogar. Niemand bemerkt, dass ich schwanger bin, außer natürlich die Leute die Bescheid wissen. Demnach habe ich auch keinerlei körperliche Beschwerden. Weder Wassereinlagerungen, noch kann ich schlecht laufen, ich komme durch alle Türen und schaffe es ohne Probleme in ein Auto ein- und auszusteigen.

So verhielt es sich auch mit unserem Liebesleben

Alles ganz normal, wie vorher auch. Erst gegen Ende des 9. Monats, als der Bauch plötzlich explodierte und bin 14 Tagen, sich gefühlt verfünffachte, kommt die sexuelle Unlust. Da es ja aber auch nicht mehr lang bis zur Geburt sein würde, ist es mir und meinem Partner egal und wir warten brav und enthaltsam. Auch im Wochenbett sollte man ja bekanntlich auch die Finger von einander lassen, und das taten wir auch. Weder mein Kopf war frei, noch der Kopf meines Partners. Das kleine süße Baby, hatte uns gehörig den Kopf verdreht und unser ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Da war plötzlich weder Zeit, noch Lust.

Und um ganz ehrlich zu sein, habe ich seit der Geburt auch wirklich wenig Lust auf Sex. Romantische Momente gibt es nicht mehr und Zeit zu zweit haben wir auch kaum. Die Stunde die ich abends Kind-frei habe, verbringe ich lieber fernsehschauend auf der Couch. Irgendwie traurig, aber so ist es nun mal. Der Tag ist voll gestopft und ich habe kaum Zeit für mich. Wie soll ich dann Zeit für meinen Partner haben, wenn ich nicht einmal Zeit für mich selbst habe? Natürlich leben wir nicht ganz abstinent, aber im Vergleich zu vor der Schwangerschaft, ist der Sex schon selten geworden. Aber nicht nur uns bzw. vorrangig mir ergeht es so.

Das der Libido-Verlust nach einer Geburt bis zu einem Jahr anhalten kann, ist nichts ungewöhnliches

Hinzu kommen natürlich noch weitere Faktoren, wie Stress, Zeitdruck, Gesundheit im Allgemeinen, etc. Wichtig ist finde ich es trotzdem, die Frau oder auch den Mann, nicht unter Druck zu setzen. Im Laufe der Zeit pendeln sich die Hormone meist wieder ein und die Lust kommt von ganz allein wieder.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Da die Fragen ja doch sehr intim sind, dürft ihr mir gern eure Antworten per Mail an: info@du-und-dein-Kind.de zukommen lassen.

Alles Liebe
Nina