Wie oft habe ich mir diese Frage schon gestellt… Einerseits bin ich über den Austausch mit anderen Müttern froh, andererseits gibt es da aber auch ein paar Damen, die mich verunsichern. „Was? Dein Kind wird immer noch voll gestill? Das geht doch so nicht, das Kind muss mehr essen.“ Oder aber: „Also ich würde es schreien lassen… Da passiert schon nichts.“ Alles Kommentare die vielleicht hilfreich sein sollen, mich aber ab und an zum grübeln bringen. Seit Mini-Me auf der Welt ist, fahre ich komplett meine Linie. Ich habe auf niemanden außer auf mein Kind gehört und bin damit am besten zurecht gekommen.

Erst als ich auf Ratschläge von anderen gehört habe, gab es Probleme.

Kommentare von anderen bleiben aber nun mal nicht aus. Egal ob beim gemeinsamen Frühstück, beim zufälligen Treffen oder bei einer Diskussion. Alle Eltern haben eine gewisse Ansicht, die sie selbstverständlich auch vertreten. Natürlich stört mich nicht jeder Kommentar und auch nicht jeder Kommentar beeinflusst mich. Meist sind es die Wörter ganz spezieller Mütter. Mütter, die von vorn herein eine komplett andere Auffassung zum Thema Kind haben als ich. Ich versuche dann zwar das Gesagte zu überhören, aber manchmal ertappe ich mich dann doch, wie ich dann darüber nachdenke, ob das Kind nicht vielleicht wirklich mehr essen sollte oder aber, ob es wirklich so schlimm ist das Kind schreien zu lassen.

Meist stören mich solche Aussagen der anderen nicht und ich mache weiter, so wie ich es für richtig empfinde.

Ich, die Mutter, kenne mein Kind allerdings am besten. Das ist gut so und von der Natur auch so gewollt. Deshalb habe ich auch aufgehört, irgendwelche Erziehungsratgeber zu lesen oder mir Erziehungstipps zu holen. Ich bin der Meinung, dass die ganze Bandbreite an Erziehungsratgebern der Menschheit nämlich meistens mehr schadet, als hilft. Jeder Autor, jeder Arzt, jede Hebamme und jeder der seine Meinung darüber niederschreiben muss, hat eine andere Auffassung und plädiert natürlich dafür, dass seine Meinung die allgemeingültigste ist. Das kann verunsichern und ist meines Erachtens oft kontraproduktiv. Viel eher sollte man in sich gehen, sein Kind beobachten und so handeln, wie es für das Kind und einen selbst am besten ist. Ganz egal was andere davon halten.

Trotzdem bin ich über den Kontakt zu anderen Müttern im Allgemeinen eher froh.

Denn es gibt auch diejenigen Mütter, die einen aufrappeln. Die einem Mut zusprechen. Die einen verstehen. Und das ist sogar meist die Mehrzahl. Mit ihnen telefoniere ich gern, gehe gern mit ihnen spazieren, trinke gerne Kaffee mit ihnen, oder gehe gern mit ihnen frühstücken. Es ist erleichternd zu sehen, dass auch andere Probleme haben. Oft sogar die selben Probleme wie man selbst. Man tauscht sich aus, erkennt, dass man mit dem Problem nicht alleine ist und kann seine Sorgen abgeben.

Und wie sagt man so schön? Geteiltes Leid, ist halbes Leid…