Leider sieht es bei uns nie (lange) wirklich aufgeräumt oder ordentlich aus. Überall liegt etwas herum. Sei es vom Kleinen, vom Hund, oder aber von uns Eltern. Mal liegt da die Einkaufstasche, da das Babyphone, hier ein paar Schüsseln, dort leere Flaschen, … Einfach überall Chaos. Zusammengelegte Shirts zieren die Fensterbank, die leere Plastikflasche fliegt über den Boden und das Bücherregal, ja… Das war die längste Zeit mal ordentlich und übersichtlich. Mittlerweile ist es nur noch… Naja… Seht selbst:

..und warum sieht es so aus?

Weil ich entweder gerade keine Lust hatte, dass 5. Mal wieder hinter dem Kleinen her zu räumen, oder mal wieder nicht dazu gekommen bin. Manchmal habe ich wirklich keine Kraft. An anderen Tagen keine Lust. Und wenn ich mich dann doch aufgerafft oder gehetzt habe, sieht die Wohnung nach kürzester Zeit aus wie vorher… Schrecklich! Auch ein Grund, weshalb wir öfter Ärger und Stress haben. Mich nervt die Unordnung zwar, aber stören tut sie mich nicht. Anders sieht das da schon bei Mini-Me´s Papa aus. Er würde am liebsten sofort wieder gehen, wenn er in die unordentliche Wohnung kommt.

Ihr seht: Unordnung pur!

Es gibt aber Tage, meist sind es Montage, denn an Wochenende gönne ich mir zurzeit mal etwas Ruhe, an denen mich die Lust packt, einfach mal richtig schön aufzuräumen. Das klappt dann auch ganz gut! Nur leider hält diese Ordnung nie lange an! Sei es weil der Kleine alles wieder unordentlich macht oder aber auch, weil der Mann des Hauses keine Lust hat seine Sachen selbst wegzuräumen. Um die ganze Schuld aber nicht nur anderen in die Schuhe zu schieben, muss ich gestehen, dass auch ich – wie soll es anders sein – die meiste Zeit echt unordentlich bin. Wie ein Junggeselle werfe ich mein Shirt auf den Boden und kann es gut und gern mal drei Tage an der selben Stelle liegen lasse. Die Einkaufstasche bleibt auf dem Tisch stehen, der leere Topf auf dem Herd, der Wäschekorb vor der Tür und der Müll auf dem Balkon… Stunden – manchmal tagelang.

Alles rein und weg damit!

Aber wisst ihr wann ich am produktivsten aufräumen kann? Wenn sich kurzfristig die „Schwiegermutter“ ankündigt! Als wir unseren Urlaub „umlegten“ und bei den Schwiegereltern ein paar Tage Erholung suchten, bekam ich ja fast schon ein schlechtes Gewissen. Ein tippitoppi ordentlich aufgeräumtes Haus. Alles sauber. Alles. Keine Flecken auf den Armaturen. Kein Staubkorn auf dem Glastisch. Kein Haar auf dem Boden. Nichts. Alles! Ordentlich UND Sauber! Doch wie schafft sie das Wahrscheinlich macht sie erst gar keine Unordnung. Doch mit Kleinkind und Hund, lässt sich Unordnung und Chaos – bei uns zumindest – nicht vermeiden.

Oben geht´s ja noch…

…aber unten!!!

Wenn sich die Schwiegermutter dann zum Besuch angekündigt hat, bringe ich die Bude innerhalb einer Stunde auf Vordermann. Das Kind wird dabei meist auf den Rücken geschnallt und los geht’s. In dieser Stunde, darf mich dann aber auch nichts und niemand stören, denn sonst werde ich wirklich eklig.

Und dann kommt sie…

Ich habe es gerade noch geschafft die restlichen Spielsachen in die Schränke zu stopfen, habe die letzen Festzen Klopapier eben noch schnell ins Klo geworfen und bin stolz wie Bolle, dass die Wohnung ordentlich und sauber ist… Doch dann sehe ich ihren Blick. Ihre Augen wandern über den Schuhschrank. „Mist“,denke ich mir. Den habe ich nämlich nicht abgeputzt. Und auch die Garderobe habe ich nicht aufgeräumt. Die Schuhe habe ich natürlich auch schon Wochen nicht mehr sauber gemacht. Und plötzlich ist die Situation doch wieder unangenehmen für mich, denn ich merke wie unordentlich ich ihr gegenüber bin. Schade, dass mich ihre Anwesenheit so anspannt! 

Wie sehen eure Wohnungen aus? Seid ihr auch etwas chaotisch oder liebt ihr die Ordnung?

Alles Liebe!
Eure Nina