Ich hatte die tolle Gelegenheit, mit der Lieblingsautorin unserer Familie Nina Hundertschnee, ein tolles Interview führen zu dürfen. Ehrlich und ungeschminkt erzählt sie, wie sie dazu kam Kinderbücher zu schreiben und wie Knuddelfant und Lenny entstand. Das und einiges mehr, erwartet euch in diesem super Interview.

Hallo Nina, toll dass du dir die Zeit nimmst, uns ein Interview zu geben.
Für diejenigen die dich noch nicht kennen: Stell dich doch bitte einmal kurz vor.

Mein Name ist Nina Hundertschnee, ich bin (gerade noch) 37 Jahre alt und schreibe Kinderbücher. Ich wohne mit meiner Familie im Süden Berlins, wo ich auch aufgewachsen bin. Hundertschnee ist mein Künstlername, eine freie Übersetzung meines eigentlichen Nachnamens. Nina heiße ich wirklich – das steht zwar nicht in meinem Pass, doch wenn man seit seiner Kindheit so gerufen wird, dann zählt die Gewohnheit wohl mehr als das geschriebene Wort.

 

Wie kommt man dazu, Kinderbücher zu schreiben? Du bist ursprünglich, schließlich ganz woanders angesiedelt gewesen.

Naja, ursprünglich war ich vor allem mal eins: Ein Kind. Und zwar eines mit viel Fantasie und der Liebe zu Büchern. Schon damals habe ich mir Geschichten ausgedacht, sie aufgeschrieben und sogar richtige Bücher gebastelt, die ich dann an Freunde verschenkt habe. „Knuddelfant und Lenny“ basiert zum Beispiel auf so einem selbstgebastelten Buch.

Es ist richtig, dass ich beruflich zunächst vollkommen andere Wege gegangen bin. Ich war Eiskunstläuferin und Trainerin, habe eine Schneiderausbildung und dann ein Jurastudium absolviert und arbeite nun als Wissenschaftslektorin. Aber irgendwie habe ich daneben immer geschrieben. Als mir vor ein paar Jahren das ursprüngliche Manuskript von „Knuddelfant und Lenny“ in die Hände fiel, da spürte ich: Das ist eine ganz besondere Geschichte, an der mein Herz hängt und die nicht nur das Kind in mir, sondern vielleicht auch andere Kinder begeistern kann.

 

Wie gehst du vor wenn du ein Buch schreibst?

Das Leben liefert oft die besten Vorlagen für Geschichten. Und plötzlich schwirrt dann eine Idee in meinem Kopf herum. Ich habe einen großen Ordner, in dem ich diese Ideen sammle. Sie sind wie kleine Samenkörner – sie brauchen ihre Zeit und müssen gegossen werden, damit daraus mal eine schöne Geschichte wachsen kann. Es kommt aber auch mal vor, dass ich eine Topfblume in der Hand halte – das sind dann die Geschichten, die einfach da sind. So etwas ist selten, aber es macht unheimlich Spaß, so eine sich selbst schreibende Geschichte aufs Papier zu bringen.

 

Was macht dir besonderen Spaß am schreiben? Versetzt es dich in deine eigene Kindheit zurück?

Manchmal nimmt man Erinnerungen aus der eigenen Kindheit und bringt diese mit in die Geschichten ein. Am schönsten finde ich allerdings, wenn Geschichten entstehen, bei denen man gar nicht weiß wo sie herkommen (die Topfpflanzen). Diese Geschichten kommen einfach aus einem raus – ich weiß nicht, wie ich das anders beschreiben soll. Solche Geschichten erzeugen dann das, was die Wissenschaft als „Flow“ bezeichnet.

 

Gibt es so etwas wie Schreibhemmungen bei dir? Und wenn ja, wie gehst du damit um?

Schreibhemmungen kenne ich eigentlich nicht, aber es gibt schon Schreibsituationen in denen man nicht weiß, ob der Weg der richtige für die Geschichte oder die Hauptfigur ist. Dann empfehle ich Folgendes: Lesen, laufen, lachen. Das lockert die Gehirnzellen. Außerdem habe ich mir während des Studiums eine Art des Brain Stormings angeeignet. Ich zeichne dann eine Mind Map für das Problem und lasse alle Lösung zu, die mir gerade einfallen, auch wenn sie vielleicht unsinnig sind, oder ich sie am Ende verwerfe. Komischerweise kommt dabei am Ende immer etwas Sinnvolles raus.

 

Wie lange benötigst du, bis deine Ideen komplett auf Papier stehen?

Das ist ganz unterschiedlich und auch schwer zu sagen, da ich nicht immer am Stück schreibe. Ich bin einmal nachts aufgewacht und habe eine (noch unveröffentlichte) Geschichte für „Knuddelfant und Lenny“ geschrieben. Ein Blumentopf, mitten in der Nacht sozusagen. Allerdings muss man wissen, dass selbst solche Geschichten noch einige Male überarbeitet werden, bevor man sie gedruckt auf Papier lesen kann.

 

Das letzte Wort gehört dir. Hier darfst du alles sagen, was du den Lesern schon immer mal mit auf den Weg geben wolltest.

Glaub an Deine Träume und lebe sie – dann wird das Leben knuddelfantastisch.

 

Nina Hundertschnee

 

Vielen Dank, liebe Nina Hundertschnee, für ein spannendes Interview.

Wer Nina auch in den Sozialen Netzwerken finden möchte, der schaut am Besten auf ihrer Facebookseite vorbei.
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