Ich koche selbst! Ein Plädoyer zum selber kochen.
Selber kochen für Babys ist nämlich gar nicht so schwer…

Auch wenn ich nun die Gefahr eingehe, von einigen Müttern mit Hipp- und Aleteglässchen beworfen zu werden, veröffentliche ich diesen Artikel trotzdem. Mir ist es nämlich ein Anliegen, den ein oder anderen zum selber kochen zu ermutigen. Nicht weil ich missionieren möchte, sondern weil ich die Einfachheit und den Nutzen zeigen möchte.

Wie man in meinem Beikost-Artikel lesen kann, habe mich mich anfänglich auch sehr schwer getan, in das Thema Beikost zu starten.

Und ja, auch ich habe mal ein Glässchen gefüttert und habe zur Not auch eins daheim. Warum ich es daheim habe weiß ich eigentlich gar nicht so genau, aber es steht hinten in der Ecke im Schrank.

Trotzdem habe ich mir, als Mini-Me sechs Monate alt wurde, eine Küchenmaschine gekauft, extra um für mein Kind kochen zu können. Leider habe ich aber nicht immer die Zeit frisch zu kochen, weshalb ich zwei Mal in der Woche koche und für die restlichen Tage, das Essen einfriere.
Dank der Küchenmaschine muss ich nur das Obst und Gemüse schälen und waschen. Kochen, garen, mixen oder pürieren macht alles das Gerät. Zum Schluss nur noch in die Glässchen füllen, das Messer und den Deckel in die Spülmaschine stellen, den Becher einmal abspülen und fertig. Eine riesengroße Hilfe, für mich.

Anfänglich hatte ich auch nichts gegen Glässchen, bis ich sie einmal selbst versucht habe.

Ich fand den Geschmack eklig um ehrlich zu sein. Zudem sind in den meisten Glässchen Zusatzstoffe, die ein Kind einfach nicht braucht. Die kein Mensch braucht. Ganz egal ob Kind oder Erwachsener.

Auch gegen Baby-led-weaning habe ich nichts einzuwenden, möchte es aber selbst nicht (komplett) praktizieren. Eine zerdrückte Banane oder ein breiiger, gedünsteter Apfel kommen auch mal auf Babystisch, aber an die „Hardcore“-Version traue ich mich nicht heran.
Nicht weil ich zu faul bin, sondern weil ich mein wildes Kind kenne und vermeiden möchte, dass es sich unnötig verschluckt.

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Und um euch die Leichtigkeit des Kochens zu zeigen, hier ein super einfaches Rezept für einen ausgewogenen Brei:

  • 150g. Tafelspitz
  • 400g. Kartoffeln
  • 200g. Kohlrabi
  • etwas Öl und etwas Vitamin C (bei uns kommt ein Löffel Apfelmus hinzu), um das Eisen aus dem Fleisch besser aufnehmen zu können

Da ich ja faul bin, werfe ich (gewaschen, geschält und geschnitten) alles (außer Öl und Apfelmus) in die Küchenmaschine. Wer keine hat, der kann alles in einen Topf geben, Wasser drauf und Deckel zu. Alles für 30 Minuten köcheln oder dämpfen. Mixen. Öl und Apfelmus drauf und falls es zu fest ist, kommt noch ein Schluck stilles Wasser hinzu. Von Leitungswasser rate ich ab, da gerade die kleinen Babys durch einen hohen Kalkgehalt im Wasser Verstopfung bekommen könnten.

Ihr seht, ganz einfach 🙂

Was sind eure Erfahrungen? Wie ist eure Meinung zum Thema Beikost und selber kochen?
Ich hoffe, dass sich keiner auf den Schlips getreten fühlt. Ich kann andere Meinungen durch aus verstehen und habe überhaupt nichts gegen Mütter die nicht selbst kochen. Ich hoffe trotzdem, dass ich die ein oder andere Mama, vielleicht zum nachmachen animieren konnte.

Alles Liebe.
Nina