dinge die sich mit baby ändern

Man mag es kaum glauben, aber es gibt Dinge die sich mit Baby ändern… Selbst Sachen, die man sich im Vorfeld so gar nicht hätte ausmalen können. Welche Veränderungen das sind und wieso es dann doch alles halb so schlimm ist, erzähle ich euch heute.

1. Fangen wir gleich beim wohl beim berüchtigtsten Thema an: Sex

Ja, das Liebesleben ändert sich nach einer Geburt schlagartig. Dieses kleine süße Baby ist plötzlich nicht mehr im Bauch, sondern mitten im Geschehen und verzaubert alle mit seiner bloßen Anwesenheit. Da sind die Gedanken erstmal ganz woanders. Außerdem haben viele Frauen über lange Zeit den Wochenfluss und sollten sowieso auf Sex verzichten.

Aber auch wenn das Baby schon etwas älter ist und der Wochenfluss längst aufgehört hat, haben die meisten Paare kein ausschweifendes Sexleben mehr. Meist bleibt wenig Zeit zu zweit und Frau oder Mann sind meist so müde, dass nur noch couchen angesagt ist…

2. Heute Abend Kino? – Spontanität

Man mag es sich im Vorfeld wirklich nicht vorstellen können, aber mit Kind ist man absolut nicht mehr spontan. Kinobesuche sind erstmal gar nicht mehr drin, spontane Kurzurlaube müssen nun Monatelang vorher geplant werden und müssen manchmal einen Tag vor Reisebeginn abgesagt werden, weil das Baby plötzlich krank ist. Auch spontane Restaurantbesuche werden selten, lange Telefonate mit der besten Freundin ebenfalls und ganz zu schweigen von Pärchenabenden…

Einen Gang runter schalten ist die Devise. Ehrlich gesagt konnte ich es mir vor der Geburt nicht vorstellen, dass ich mal 2 Wochen zu Hause bleiben würde… Unvorstellbar. „Ich muss doch raus…“ Hätte man mir vorher gesagt, dass ich in diesen ersten Wochen ausschließlich mein Baby anschauen werde und rein gar nichts anderes machen würde, hätte ich die Person wohl ausgelacht.

3. Baby hier, Baby da… – Gesprächsthemen

Auch das kann man sich als kinderlose Frau / kinderloser Mann absolut nicht vorstellen… Aber die Gesprächsthemen beschränken sich plötzlich nur noch auf Baby, Baby und nochmal Baby. Nichts scheint mehr so wichtig wie dieses kleine vollkommene und wunderschöne Geschöpf. Man kann gar nicht anders als nur über dieses kleine frischgeborene Baby zu reden.

Vielen Freunden, gerade welche die noch kinderlos sind, wird es dann ganz schnell zu viel. Eben wurde sich noch über das beste Make-up unterhalten und plötzlich gibt es kein anderes Thema mehr als das schreiende und spuckende, süüüüße Baby.

Und hier komme ich auch schon zum nächsten Punkt:

4. Wahre Freunde – hier trennt sich die Spreu vom Weizen

Nach der Geburt von Mini-Me waren mir, bis auf Ausnahme meiner besten Freundin, alle anderen Freunde, Bekannten, Nachbarn oder Verwandten egal. Ich war bis über beide Ohren verliebt und ob die Nachbarin nun zum bestaunen kommen wollte, die Tante ihren Neffen mal in den Armen halten wollte, oder die Freundin mal wieder telefonieren wollte, war mir wirklich egal. Ich genoss die Zeit mit dem Kleinen und wollte sie nicht teilen.

Die meisten hatten dafür Verständnis, manche aber auch nicht. Und so kam es, dass sich nach der Geburt von Mini-Me, der Freundeskreis verkleinert hat.

Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass ich die kinderlosen Freunde mich nicht mehr verstanden. Ich begriff nicht weshalb sie nur von langweiligen Themen sprachen und die begriffen nicht, wieso ich nur von Mini-Me sprach.

5. Tippel, Tippel, Tippel… – das neue Körpergefühl

Ich erinnere mich noch ganz gut daran, als ich OHNE Mini-Me das erste Mal einkaufen gefahren bin. Da müsste der Kleine etwa 3 oder 4 Monate alt gewesen sein. Zu dieser Zeit blieb er schon nicht gern allein beim Papa und suchte stets den Körperkontakt zu mir. Eigentlich wollte ich auch gar nicht ohne Mini-Me weg, aber wie das eben so ist, lässt man sich als frisch gebackene Mama öfters rein reden und so dachte ich, dass ich mal ohne Mini-Me einkaufen müsste…

Wie dem auch sei.

Ich übergab das schlafende Baby an seinen Papa und hoffte, dass es der Kleine wenigstens 15 Minuten bei ihm aushalten würde. Von hier bis zum nächsten Supermarkt sind es nur knapp 3 Minuten und so könnte ich wenigstens das Nötigste in Kürze einkaufen.

Das Baby lag also nun auf Papas Bauch und ich raste in den Flur. Zog mir die Schuhe an und flog in der ganzen Hektik fast die Treppen herunter. Im Auto angekommen, legte ich den Rückwärtsgang ein und zischte nach hinten. Verkehrsschilder und Verkehrsregeln waren mir sichtlich egal, denn die Zeit lief und ich wusste ich hatte nicht viel Zeit. Sobald der Kleine anfangen würde zu weinen müsste ich wieder zurück fahren, denn Papa bekommt Mini-Me einfach nicht beruhigt und den Kleinen weinen lassen wollte ich nicht.

Im Supermarkt suchte ich das Nötigste zusammen und stellte mich an die Kasse. Plötzlich ertappte ich mich dabei, wie ich mich summend und schunkelnd auf und ab bewegte. Ganz im Gefühl, dass ich Mini-Me tragen würde. Also versuchte ich meinen Körper unter Kontrolle zu bringen und weder zu summen und auch nicht zu wippen. So richtig gelang mir das aber auch nicht, denn schon beim bezahlen ertappte ich mich wieder, wie ich mit meinen Beinen zuwippen begann…

6. „Oh, wie alt is‘ es denn?“ – Attraktion Baby

Ob man nun Aufmerksamkeit mag oder nicht: Mit Baby wird man zur Attraktion. Gerade ältere Damen und Herren kommen oft in Scharen, um das Baby nur mal „ankucken“ zu dürfen. Manchmal bleibt es aber nicht nur beim kucken, sondern es verirrt sich eine Hand in Richtung Babywange.

Anfangs noch etwas scheu und schüchtern habe ich mich nicht getraut den Mund aufzumachen und meinem Unmut kund zu tun. Heute aber, blaffe ich – mehr oder weniger freundlich – die Leute an. Schließlich strecke ich auch niemandem einfach so meine Hand ins Gesicht.

7. Wohnst du noch oder lebst du schon? – Chaos in den eigenen 4 Wänden…

Ich muss zugeben, dass ich noch nie die Ordnung in Person war. Im Gegenteil. Ich bin super schlampig und sehr resistent gegenüber Unordnung. Doch seitdem Mini-Me auf der Welt ist, ist unsere Wohnung eine reine Katastrophe. Überall liegt etwas herum. Das komplette Wohnzimmer ist mit Spielzeug überflutet, in der Küche fliegen Rechnungen, Bescheide und Anträge durch die Gegend, im Bad hortet sich ebenfalls Spielzeug an und die Küchenschränke sind ebenfalls mit allerhand Spielzeug gefüllt. Überall liegen kleine, fiese Tretmienen auf dem Boden, die einen beherzt „Aaaahhhh!!!“ Oder auch „Ssssscheiiii…“ schreien lassen.

Wie oft habe ich schon mit dem Gedanken gespielt mir eine Putzfrau zu ordern…

8. Chen und Eiei… – Verniedlichungen wo es nur geht

Hätte man mir im Vorfeld gesagt, dass ich an jedes dritte Wort die Endung -chen hänge, hätte ich demjenigen wohl den Vogel gezeigt. Aber es ist so gekommen und nun hänge ich nicht nur an gefühlt alle Endungen ein „-chen“, sondern sage auch noch tausendmal am Tag: „Schatzi, du bist soooo süß.“ Und ich sage es nicht einfach so, sondern ich finde es auch tatsächlich so. Ich finde mein Kind einfach unglaublich süß. Schön. Lustig. Hübsch. Toll. Klug. …hach, habe ich schon gesagt, dass ich mein Kind wirklich liebe?

9. In Ruhe essen wird zum Luxus!!!

Merkt es euch, wirklich! Esst so langsam und genüsslich ihr noch könnt, denn wenn das Kind da ist, werdet ihr nicht mehr so oft zum entspannen essen kommen. Eine Nachbarin war sogar sehr erstaunt, dass wir keine Mikrowelle haben… Denn so esse ich mein Essen meist kalt oder zumindest lauwarm. Aber Hey, man gewöhnt sich an alles…

Schreck lass nach

Ich hoffe ich habe euch nun nicht verschreckt – falls doch tut es mir leid! Natürlich muss nicht jeder einzelne Punkt auch später auf euch zutreffen… Aber ein paar davon auf alle Fälle :). Es gibt aber nunmal Dinge, die sich mit Baby ändern… Aber all diese Dinge sind es Wert in Kauf genommen zu werden, denn nichts auf der Welt ist so schön wie ein kleines Baby.