Juhu!! Nach fast zwei Jahren, fahren wir das erste Mal wieder in den Urlaub… Natürlich mit Kind! Ich freue mich wirklich sehr, allerdings habe ich auch ein klein wenig Angst vor der Fahrt, da Mini-Me ja bekanntlich nicht so gern Auto fährt. Ja ok, er fährt eigentlich so gar nicht gern Auto. So richtig richtig richtig nicht gern! Mittlerweile kann ich zwar schon knapp 20-30 Minuten ohne größere Eskapaden mit ihm fahren – alles darüber, wird aber kritisch. Und damit meine ich wirklich kritisch! Fängt er nämlich doch an zu schreien und zu weinen, bekomme ich nämlich – genauso wie er – langsam und stetig ganz schreckliche Schnappatmungen und werde sooo nervös! Er kreischt und versucht sich aus den Schlingen des Kindersitzes zu befreien… Immer heftiger und immer wilder. Er schreit und weint, die Tränen laufen über sein zartes Gesicht und er schaut mich einfach nur hilfesuchend an. Das er in solchen Momenten einfach nur meine Nähe sucht und sich durch nichts und niemanden – außer mir – beruhigen lässt, ist dabei das Schlimmste. Mir blutet regelrecht mein Mamaherz und ich fahre kurzerhand rechts ran, um ihn zu beruhigen und aus dem Sitz zu nehmen. Manchmal braucht er kurz meine Brust und manchmal muss er sich etwas die Beine vertreten… 

Das das auf der Autobahn natürlich nicht eben mal schnell geht, beschert mir bei der ganzen Sache Kopfschmerzen. Seitdem der Kleine auf der Welt ist, bin ich dadurch nicht weiter als etwa 60Km von unserem Zuhause entfernt gewesen. Und das auch höchstens vier oder fünf Mal. Jedes Mal waren diese Fahrten die absolute Katastrophe und wir alle heilfroh, endlich wieder daheim zu sein.

Doch nach so einer langen Zeit, viel Ärger, Streit und fast dem Ende der Beziehung, haben wir beschlossen uns etwas Gutes zu tun. Gutes in Form von einer Woche Urlaub. Gutes in Form von Entspannung, Erholung und Bereicherung.

Doch wie wird die Fahrt werden?

Dieser Gedanke beschäftigt mich, seitdem wir das erste Mal über diesen Urlaub sprachen… Meist kann ich Mini-Me’s „aus-dem-Sitz-wollen-Anfälle“ ein paar Minuten hinauszögern, indem ich ihm etwas zu essen gebe. Doch mitten auf der Autobahn, zig Kilometer vom nächsten Rastplatz entfernt, kann ich ihn keine halbe Stunde ablenken, ihm Essen geben und dabei noch aufpassen, dass er sich nicht verschluckt, bis ich endlich halten kann.

Urlaub wir kommen – ich packe meinen Koffer…

Die imaginäre Packliste habe ich in meinem Kopf schon längst geschrieben. Doch was fehlt? Habe ich an zusätzliche Handtücher gedacht? Desinfektionstücher? Hundefutter? Ersatzbrille? Feuchttücher? Haargummi?

Was brauchen wir in dieser Woche wirklich? Reicht eine Tube Sonnencreme, oder sollte ich lieber gleich zwei mitnehmen? Wie sieht es mit Gummistiefeln für Mini-Me aus? Müllbeutel? Sollte ich nochmal Spüli kaufen? Klopapier? Küchenrolle? … Und die Frage schlechthin, was passt überhaupt alles ins Auto und was ist völlig unnötig?

Ich kann mich an unseren letzten Schweden-Urlaub erinnern, bei dem das Auto von oben bis unten voll war und aus allllen Nähten geplatzt ist. Grund: ich dachte das ich bei aufkommender Langeweile, meine Nähmaschine mal besser mitnehmen sollte… Genäht habe ich natürlich kein einziges Mal und so stand sie brav die ganze Zeit über im Auto.

Doch diesmal musste ich einstimmen, die Nähmaschine Zuhause zu lassen, denn die würde mit Sicherheit nicht mehr ins Auto passen. Schade eigentlich! Denn mit Sicherheit, bekäme ich unbändige Lust zu nähen. Genau dann, wenn die Maschine nicht da ist… Typisch, oder?!

Die kleine Ferienwohnung ist top gelegen. Etwa 10-15 Geh-Minuten vom Strand entfernt. Weitere 10 Geh-Minuten entfernt, liegt ein kleiner Einkaufsladen. Die Vermieter kennen wir auch schon eine ganze Weile, denn wir waren schon mehrere Male dort. Die Location stimmt also, jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen. Und natürlich die Autofahrt….

Habt ihr Tipps und Tricks, was ich auf KEINEN Fall Zuhause lassen darf und was völlig überflüssig ist? Was macht die Fahrt erträglicher und wie haltet ihr kleine Automuffel bei Laune?

Alles Liebe!
Eure Nina