Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Es war ein langer und schmerzhafter Weg, den ich auf der monatelangen Suche nach einer passenden Ärztin für mich und mein Kind gegangen bin. Minutenlanges schreien, festhalten und quälen musste mein Sohn über sich ergehen lassen, bis wir endlich angekommen sind. Angekommen, bei einer Frau, die ihr Leben ganz und gar ihrem Beruf gewidmet hat.

Sie ist Ärztin aus Leib und Seele. Wenn ein neuer Patient zu ihr in die Sprechstunde kommt, bekommt er als aller erstes gesagt, wo er sie im Notfall und am Wochenende erreichen kann. Zum Abschied legt sie ihre Privatnummer sowie ihre Handynummer griffbereit auf einen Zettel und gibt sie einem mit nach Hause.

Ärztin aus Leidenschaft.

Schon während meiner Schwangerschaft, in der ich an Hyperemisis Gravidavum litt, hat sie mich betreut und mich glaube ich auch vor einem stationären Krankenhausaufenthalt bewahrt. Monatelange Übelkeit und ständiger Brechreiz wurden erst durch sie gelindert. Ich durfte wann immer es mir danach war zu ihr kommen und sie gab mir Infusionen in ihrer Praxis. Eine Aufgabe die sonst das Krankenhaus übernimmt, hat sie vollkommenen selbstverständlich und mit viel Liebe übernommen.

Als die Misere und die extreme Angst vor Ärzten bei Mini-Me immer größer wurden, ich mir nicht mehr zu helfen und keinen Rat mehr wusste rief ich sie weinend an. Ich bat sie mir und meinem Kind zu helfen und schilderte die Situation. Ich bat sie einfach meinen Sohn kennen zu lernen und jede seiner Grenzen zu wahren. Sie bleib ruhig und gab mir zu verstehen, dass WIR das schon packen. Toll! Ich bekam wieder Mut und Hoffnung.

Mit Liebe und Geduld zum Erfolg!

Als es Zeit für die U-Untersuch war, wurde ich etwas nervös. Die Ärztin vorher, musste die Untersuchung nämlich abbrechen, da Mini-Me „besonders wehrig“, ja schon unnormal ablehnend war. Die Umstände des damaligen Vorfalls interessierten die ehemalige Ärztin nicht. Das mein Kind stundenlang warten musste und wie am Fließband ohne den Versuch Vertrauen aufzubauen abgefertigt wurde waren wohl nicht in ihrem Sinn.
Doch die neue Ärztin, nahm sich Zeit. Sie kitzelte ihn, streichelte ihm über den Kopf und war einfach wunderbar. Er fasste schnell vertrauen. Selbst als er eine Glasscherbe im Bein stecken hatte, ließ er sich sie von ihr heraus pulen. Ohne Geschrei! Ja, sogar ohne weinen. Ihre vertrauensvolle und gleichzeitig so menschliche und natürliche Art habe Mini-Me wohl schnell betrauen fassen lassen, vielleicht ist es auch das gute Gefühl was ich bei ihr habe. In jedem Fall nimmt sie sich Zeit, ist einfühlsam und wahrt vollkommen seine und meine Grenzen.

Immer für ihre Patienten da.

Als er vor einigen Tagen zwei Fingernägel verlor und sogar ein aufgeplatzter Finger eigentlich genäht werden sollte, riet sie mir schlussendlich den Finger doch nicht zu nähen, um kein weiteres Ärzte-Trauma in ihm auszulösen. Ein ganz toller Rat, denn sie achtete in dem Moment genau auf mein Kind und wog sehr schnell ab, was für Mini-Me schlimmer sein würde. Und sie behielt recht. Es war schlimm genug für ihn und obwohl er schrie und weinte und kaum zu beruhigen war, wollte er ein paar Tage später wieder zu ihr und ließ sich von ihr untersuchen. Der Finger hat eine kleine Narbe, die vielleicht „schöner“ aussehen würde wenn der Finger genäht und nicht nur getaped worden wäre. Allerdings wären die Qualen die er beim nähen erlitten hätte vermutlich größer als die kleine Narbe die er davon getragen hat.

Selbst eine Lego-Figur hat er nach ihr benannt und spielt die Untersuchungen immer mal wieder nach.

Liebe Frau Dr. ….,

oftmals ist es Menschen selbst gar nicht bewusst, wie viel positives sie auf andere Menschen ausstrahlen. Ein Arztbesuch bringt in der Regel keine große Freude und ist auch nicht das, worauf man sich freut. Dank Ihnen ist das aber anders. Ich freue mich wirklich Sie zu sehen. Ich bin dankbar um Ihren Rat und weiß Ihre Kompetenz und Ihr Können zu schätzen. Ich vertraue Ihnen und fühle mich gut aufgehoben. Die Tatsache, dass sie selbst am Wochenende, nachts und im Urlaub zu erreichen sind ist unschlagbar. Dies gibt vertrauen und schafft eine ganz besondere Verbindung. Einen Menschen, der seinen Beruf in so einer Art und weiße ausführt, ja sogar regelrecht lebt, sieht man selten. Danke, für ihr Geduld, die sie aufbringen und danke für Ihr Verständnis.

Kennt ihr auch solche besonderen Ärzte?

Alles Liebe! Nina