Anzeige / Die Wohnung ist das reinste Schlachtfeld. Die Küche sieht aus als hätte eine Bombe eingeschlagen, im Flur liegen überall verteilt einzelne Schuhe, Klopapier ziert den Badezimmerboden und genau jetzt, hat sich Besuch angekündigt. Neben dem Zeitdruck, kommt manchmal noch erschwerend hinzu, dass das Kind gerade bockt und an aufräumen so gar nicht zu denken ist. Aber wer möchte sich schon gern die Blöße geben, Besuch in einer so chaotischen Wohnung zu empfangen? Bei meiner besten Freundin wäre mir das egal. Doch bei der Schwiegermutter, bei neuen Nachbarn oder bei Fremden?Diese Situation kommt vielen Müttern sicherlich bekannt vor. Und vor allem ich weiß wovon ich rede. Ich bin Mrs. Unordnung in Person. Ich mag zwar Ordnung, doch ich schaffe es nie nie nie, länger als einen höchstens zwei Tage, die Wohnung ordentlich aussehen zu lassen.

Also musste ich mir für Notfälle, ein paar Tipps und Tricks einfallen lassen. Allesamt sind eigens erprobt und für gut befunden. Natürlich ist es aber keine Garantie, denn immer klappen diese Hilfen bei mir auch nicht.

Tipp 1:

Lass dein Kind dir helfen!

Da unsere nette Nachbarin sich wegen der Lautstärke (hust) schon mehrer Male beschwert hat, haben wir extra einen Swifer für Mini-Me umfunktioniert. Am oberen Ende hängt nun ein Socken, der den Lärm des Aufpralls verringern soll und unten klebt eine alte Mütze. So kann der Kleine mitputzen, ohne das wir ständig darauf achten müssen, dass er „zu laut“ sein könnte. Wer keine (anstrengenden) Nachbarn hat, für den hat Jako-o etwas Tolles parat. Und das für die Kleinsten. Der praktische Besenwagen von Klein Vileda besteht beispielsweise aus einem Wischmopp, einem Besen, einem Handbesen und einer Kehrschaufel sowie dem bekannten Wischmopp-Eimer. An den Haken und auf der Ablage können außerdem Tücher und Schwämme mitgenommen werden, um das ganze noch vielversprechender für die Kleinen zu machen. Das wäre bestimmt auch was für uns – wäre da nicht unsere Nachbarin…

Ab und zu gebe ich ihm aber auch einfach nur einen feuchten Lappen in die Hand. Während ich den Staub wische, läuft er mit nach und freut sich, dass er helfen darf. Dieser Tipp bringt aber nur etwas, wenn ihr etwas mehr Zeit habt und nicht gerade in Eile seid, weil sich Besuch angemeldet hat. Habt ihr nämlich wenig Zeit, werdet ihr eurer Augenmerk entweder aufs Putzen oder auf Kind richten können. Aber nie auf beides gleichzeitig!

Tipp 2:

Ab auf den Rücken

Ja wirklich, schnall dir dein Kind auf den Rücken und los geht’s. So hast du nämlich vor dir die Hände frei und kannst dich frei bewegen. Doch Vorsicht: auf beißende, chemische Putzmittel verzichte ich vorsichtshalber trotzdem, denn die können für die Atemwege des Kindes sehr schlecht sein. Außerdem ist die Gefahr groß, dass das Kind doch mal an eine Flasche packt und die ggf. in den Mund steckt. Bei älteren oder größeren Kindern wäre der Fernseher als Ablenkung eine Alternative.

Tipp 3:

Schubläden und Schränke – die Pfuschervariante

Wenn es wirklich ganz schnell gehen muss, das Kind bockt und einfach nichts mehr vor und nichts mehr zurück geht, dann kommt die Pfuschervariante zum Einsatz!! Entweder klatsche ich das ganze Spielzeug so schnell ich kann in eine leere Tasche und verstaue diese im Anschluss in der hintersten Ecke, tief im Schlafzimmer verbuddelt. Oder aber ich räume einen Großteil in unsere tollen Körbe im Expedieregal. Da schaut nämlich meist keiner rein und das gröbste ist verstaut. Natürlich könnte ich sobald der Besuch weg ist nochmal ordentlich aufräumeln… Ja, könnte ich. Oft bleiben die Sachen aber auch einfach an Ort und Stelle liegen und ich suche noch Tage später das verlorene Spielzeug.

Tipp 4:

Lass erst gar keine Unordnung entstehen!

…hierzu habe ich leider keine Tipps. Also weiter zu Punkt 5.

Tipp 5:

Stehe zu deiner Ordnung

Leichter gesagt als getan, oder? Wie oft habe mich schon darüber geärgert, Stunden für den Wohnungsputz gebraucht zu haben um dann nach dem Besuch nochmal eine Stunde wieder ins aufräumen zu stecken? Nach einigen Jahren als Mama habe ich allerdings eines gelernt: Entweder habe ich Zeit für mein Kind. Oder Abers fürs Aufräumen und Putzen. Da mir erstes wesentlich wichtiger ist, habe ich es darauf beruhen lassen. Klar, manchmal fühle ich mich schon etwas unwohl wenn ich die ganze Unordnung um mich herum sehe, Andererseits bin ich nach einem Aufräum- und Putzmarathon aber auch traurig, weil ich kaum Zeit für mein und hatte. Ich versuche so weit es mir möglich ist zu meiner Unordnung zu stehen und bin gewiss, dass es irgendwann (wenn das Kind groß ist) auch wieder ordentlicher werden wird.

Habt ihr noch weitere Tipps? Dann her damit – ich freue mich!

Alles Liebe!
Eure Nina