… Diesen Satz und vielleicht eine gewisse damit verbundene Angst, haben bestimmt einige Frauen schon mal gedacht oder gespürt. Ja, auch ich hatte mal solch einen Gedanken. Doch Gott sein Dank! durfte ich Ruhe und Gewissheit spüren und konnte einfach alles auf mich zukommen lassen. Ich wusste ich kann und konnte meinem Kind vertrauen.

Denn auch hier hat sich wie oftmals alles von selbst geklärt…

Mini-Me hat sich zum Teil (vorwiegend zum einschlafen) selbst abgestillt. Und das mit 3,5 Jahren. Und ganz von allein. Nach seinem Bedürfnis und ohne mein eingreifen. Denn mein Sohn schläft anscheinend sehr gern auf dem Bauch ein und dabei ist Stillen ja irgendwie unpraktisch…

Ich bin dankbar, dass ich auch heute noch eine gewisse Ruhe verspüre, wenn es um Mini-Me‘s „Entwicklung“ geht. Das ich wenig Druck habe und ihm die Zeit gebe die er braucht. Denn er weiß denke ich intuitiv, was ihm (in manchen Dingen) gut tut, was er braucht und was er in der jeweiligen Situation aushalten kann. Am Beispiel des Stillens muss ich natürlich noch sagen, dass zu einer ausgewogenen Stillbeziehung sowohl Mutter als auch Kind gehören. Wenn die Mutter partout nicht mehr möchte, dann muss es das Kind akzeptieren. Andersherum logischerweise auch. Doch da es mich so gut wie nie gestört hat, habe ich mir auch keine Gedanken darüber gemacht.

Je mehr Druck von außen kommt, desto weniger funktioniert bei Mini-Me. Und ich denke das ist nicht nur bei meinem Kind so, sondern bei vielen anderen auch.

Die Gesellschaft ist oftmals das Problem. Nicht die Kinder.

Ich kenne keine andere Mutter die ihr Kleinkind noch stillt. Ich kenne aber viele andere Mütter, die große Schwierigkeiten hatten ihre Babys abzustillen oder ihnen den Schnuller abzugewöhnen. Dies ging meist mit vielen Tränen (nicht nur bei den Babys) und Geschrei einher.

Ich selbst habe bis ich circa sechs Jahre alt war am Daumen gelutscht. Natürlich nicht den ganzen Tag und eig nur beim Einschlafen. Trotzdem haben mir meine Eltern nie Druck gemacht oder versucht mir das Daumenlutschen abzugewöhnen. Warum auch? Es gab mir Sicherheit und war meine Entspannung. Es gab keine Gründe, die dafür sprachen aufzuhören. Vielleicht sieht es die Gesellschaft nicht gern und ist über solche Dinge pikiert. Doch was interessiert mich die Gesellschaft? Mir tat das Daumenlutschen gut und damit war die Gesellschaft außen vor.

Und auch wenn ich lange am Daumen gelutscht habe, war das abgewöhnen recht einfach…

Ich verstauchte mir den Daumen (oder den Arm?) und brauchte einen Gips. Fertig war das Thema. Der andere Daumen schmeckte nicht, also war das Thema Daumenlutschen damit beendet.

Was hätte es meinen Eltern im Vorfeld genutzt sich Sorgen darüber zu machen? Solange es dem Kind nicht schadet, sollte es doch keine Probleme damit geben. 

Ich hoffe ihr hattet auch so entspannte Eltern oder seid zumindest selbst welche. Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen. Jedes Kind hat seine ganz eigene Zeit und sein persönliches Tempo.

Alles Liebe! Nina