Leben mit wenig Geld

Leben mit wenig Geld. Das klingt für viele Menschen leider nach der harten Realität. Denn es gibt Zeiten im Leben, da ist es schlechtweg nicht möglich mit Geld zu hantieren, da einfach keins da ist.

Eigentlich spricht man ja nicht über Geld. Oder doch? Ich für meinen Teil, spreche meist offen und ehrlich über viele Themen. Also auch über Geld. Denn solch ein Thema, lässt schnell Vorurteile und Missverständnisse aufkommen.

Gerade weil viele Menschen in meiner Umgebung denken, ich sei mit Geld gesegnet. Da ich nur von zuhause aus immer mal ein paar Stunden arbeite und mein eigenes Auto habe, denken viele, dass es mir finanziell richtig gut geht. Die meisten Leute wissen aber nicht, dass es Zeiten gibt, in denen ich Ende des Monats froh über unser Leergut bin. Denn ohne die leeren Pfandflaschen, könnte ich mir kein Brot fürs Frühstück, keine Kartoffeln fürs Mittagessen und keinen Jogurt fürs Abendessen kaufen.

Auch wenn Mini-Me‘s Papa arbeitet und eigentlich derjenige ist, der das Geld nach Hause bringt, trotzdem möchte ich ihn nicht ständig um Geld bitten. Er übernimmt in finanziellen Dingen oft das Kommando, was mich zwar beruhigt und ohne Geldsorgen schlafen lässt, doch trotzdem heißt das nicht, dass große Urlaube, teure Klamotten oder besondere Extras drin sind. Dinge wie ein kaputtes Auto oder ein zerbrochenes Handy, stellen für mich echte Herausforderungen dar. Ohne seine finanzielle Unterstützung, wäre ich dahingehend erstmal aufgeschmissen.

Der gesunde Umgang mit Geld

Ja, mein Konto ist überzogen. Bis zum Anschlag. Und auch sonst ist derzeit nicht viel für große Anschaffungen übrig. Aber das ist ok. Es gibt eben  solche und solche Phasen im Leben. Und ich finde, dass es sich manchmal viel leichter ohne viel Geld leben lässt. Ich durfte in diesen Zeiten viel lernen. Meist konnte ich der Situation in der ich am wenigsten hatte erstmal wenig abgewinnen, doch sobald das tiefste Loch überwunden war, spürte ich, dass es gar nicht so schlimm war. Im Gegensatz zu einer Alleinerziehenden oder einem Hartz-4-Empfänger geht es mir finanziell vielleicht etwas besser. Trotzdem habe auch ich meine „Geldsorgen“.

Auch für Mini-Me finde ich es wichtig, eine gesunde Haltung zum Geld zu haben. Und eine gesunde Haltung zum Geld heißt in meinen Augen eben auch, dass es Zeiten gibt, in denen es schlicht und ergreifend einfach kaum vorhanden ist.

Als wir eine finanziell gesegnete Zeit hatten, hatte es sich irgendwie eingespielt, dass Mini-Me bei fast jedem Einkauf irgendetwas mehr oder weniger größeres abstaubte. Einerseits ok, andererseits wurde es für ihn Normalität. Und das sollte und darf es meiner Meinung nach nicht sein.

Und weil es so viele schöne Dinge gibt, die kein oder zumindest nur wenig Geld kosten, habe ich euch hier eine Liste mit Dingen aufgeschrieben, die fast nichts kosten und die (mir) trotzdem Spaß machen und Freude bringen.

Leben mit wenig Geld:

Tipp 1:

Entdecke den Wald

Ich kann es nicht oft genug sagen: Entdeckt den Wald! Ich finde es gibt unglaublich viele Dinge, die man im Wald tun kann und die einfach kein Geld kosten und so viele Vorteile haben. Ich sag nur Bäume erklingen, über Baumstämme balancieren, Tierspuren entdecken, Bäume und die dazugehörigen Blätter erraten, einen eigenen Naturpfad anlegen, Kastanien oder Eicheln sammeln, bunte Blumen- und Blätterkränze basteln, Matschkugeln formen, auf totem Holz sägen und hämmern (und so die Wut mal ordentlich raus lassen), spazieren oder joggen gehen, Steine sammeln, Tipis bauen, Schluchten überqueren, picknicken, oder oder oder. Und dies kann man eigentlich zu jeder Jahreszeit machen.

Tipp 2:

Spiele selbst entwerfen

Dazu braucht es etwas Zeit. Viel mehr aber auch nicht. Gerade für kleinere Kinder kann man wunderbar Spiele selbst entwerfen. Beispielsweise Memoryspiele oder Fühlspiele. Das Memory kann ganz einfach aus Kastanien oder Eicheldeckeln gebaut werden. Hierzu die Materialien paarweise auf einer Seite bunt anmalen. Sobald die Farbe getrocknet ist kann es los gehen. Oder aber die gesammelten Materialien (Steine, Holz, Blätter, etc.) in einen Beutel stecken und das Kind dann erraten lassen.

Stadt-Land-Fluss ist übrigens auch ein tolles Spiel, wie ich finde. Kostet kein Geld und man kann sich einige Zeit damit beschäftigen.

Tipp 3:

Resteverwertung und Küchenschränke leeren

Ja, auch hier kann man viel lernen, denn das meiste Geld gebe ich im Monat für Lebensmittel aus. Ich liebe Essen. Gesundes, frisches, leckeres Essen. Doch ich muss zugeben, dass ich sehr oft Dinge wegwerfe, da sie in den Hintergrund gerückt sind und ich sie so erst Wochen später im Kühlschrank wieder finde. Doch gerade in Zeiten in denen ich Ende des Monats sehr auf mein Geld achten muss, merke ich, wie wirkliche Resteverwertung funktioniert und das man eben doch nicht ständig einkaufen gehen muss.

Übrigens habe ich hier eine Liste mit 20 Gerichten für euch erstellt, welche jeweils weniger als 5 € kosten.

Tipp 4:

Gemeinschaftsunternehmungen

Allein ist das Leben doch nur halb so schön, findet ihr nicht? Ich bin der Meinung, dass man wesentlich weniger Geld ausgeben kann, wenn man was in Gemeinschaft mit anderen Menschen macht. Wäre man allein, würde man viellicht in ein Einkaufszentrum fahren und einkaufen gehen. Hat man aber Gemeinschaft mit lieben Menschen, reicht ein schöner Spaziergang im Wald doch auch schon vollkommen aus. Logischerweise kann man auch allein zuhause ein schönes Buch lesen. Doch Gemeinschaft mit Menschen kann so etwas wundervolles sein.

Tipp 5:

Ausmisten und Dinge bei Ebay-Kleinanzeigen verkaufen

Ja, dieser Tipp gilt weniger dem Geld einsparen, als dem Geld verdienen.

In meiner Familie gibt es den Hang zum horten (um es mal nett auszudrücken). Sowohl meine Oma, als auch meine Mama und ich auch, können Dinge aufheben, bis unter die Decke. Aber hey, ich lerne dazu! Mittlerweile verkaufe ich sogar schon die Sachen meines Sohnes, was für mich eigentlich eine ziemlich emotionale Angelegenheit ist. Allerdings siegte nun die Vernunft und ich trennte mich von den Dingen die ich einfach nicht aufheben brauchte und die mir verkauft einfach ein wenig mehr Geld brachten.

Denn gerade in Phasen mit finanziellen Engpässen, ist der Verkauf von Dingen die man eigentlich nicht mehr braucht, eine gute Hilfe. Ich würde die Sachen aber nicht erst bei einem Engpass verkaufen, dann kann es nämlich sein, dass man sie unter Wert verkauft, nur um schnell ein Paar Euros mehr zuhaben.

Ihr Lieben, dass war sie nun, meine Liste. Wenn ihr noch weitere Tipps habt, würde ich mich freuen wenn ihr sie in den Kommentaren hinterlasst.

Alles Liebe
Nina