Leben als Alleinerziehende. Seit einigen Monat bin ich nun ganz offiziell alleinerziehend. Zumindest für 50% der Zeit. Die andere Hälfte ist Mini-Me bei seinem Vater. Auch wenn dies keine optimale Lösung und definitiv nur für den Übergang bis ich eine neue Wohnung gefunden habe ist, leben wir derzeit diese Form der Kinderbetreuung. 

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass sich Corona einen ziemlich schlechten Zeitpunkt ausgesucht hat. Erstens konnte so beim Umzug kaum einer helfen und zweitens war die Umstellung plötzlich allein mit Kind zu leben und dann noch auf den Kindergarten und Freude zu verzichten ziemlich herausfordernd. 

Allerdings gibt es wohl kaum so etwas schlimmes für ein Kind, wie die Trennung der Eltern.

Mini-Me leidet zeitweise sehr darunter. Im Kindergarten, der seit kurzem wieder geöffnet hat, sitzt er fast nur bei den Erziehern und sucht meiner Meinung nach dort Sicherheit.


Leben als Alleinerziehende
Das Leben als Alleinerziehende hat auch schöne Seiten.

Eine Sicherheit, die ihm der ständige Wechsel zwischen Mama und Papa nicht geben kann. Augenscheinlich verkraftet er die Trennung zwar relativ gut, doch auf Dauer kann dies keine Lösung sein. Ein Kind braucht feste Rituale, ein festes Zuhause – und eine bleibende Konstante und nicht das Gefühl ständig hin und her geschoben zu werden. 

Was mache ich in der freien Zeit, in der mein Sohn bei seinem Vater lebt? 

Hier kommt nun ein kleines Geheimnis:

Ich bin nach Jahren des „alleine seins“ (Mini-Me’s Vater und ich sind schon länger getrennt, wohnten aber eine ganze Weile noch zusammen) wieder glücklich vergeben und genieße somit die Zeit mit meinem Partner. 

Leider lebt er einige hundert Kilometer entfernt.

Doch auch das wird kein Hindernis sein. Denn wir lieben beide Gott, sind ehrfürchtig vor ihm und vor einander und haben im Gegensatz zu vorherigen Beziehungen ein festes Fundament auf das wir bauen. Wir haben beide schon einiges im Leben erlebt und wissen wie wir leben möchten und was wir aneinander haben.

Gott im Zentrum unserer Liebe. 

Gott im Zentrum Eines jeden Lebens, ist ein wahres Glücksgeheimnis. Denn wer sich selbst zurücknehmen kann und die Bedürfnisse des anderen – egal ob in einer Beziehung oder Freundschaft – höher achtet als seine eigenen, der erlangt auf Dauer eine innere Zufriedenheit.

Ein anderer sehr sehr wichtiger Punkt: mein Partner akzeptiert Mini-Me und Mini-Me akzeptiert meinen Partner. Ohne die beidseitige Akzeptanz und das gegenseitige mögen, wäre keine neue Liebe denkbar. Zudem unterstützt mich mein Partner, steht mir bei und trägt oftmals gemeinsam mit mir einen Teil der Sorgen, die man als Alleinerziehende schon mal hat.

Leben als Alleinerziehende…

Da sich meine derzeitige Wohnung leider als totalen Reinfall entpuppt hat, bin ich nun wieder auf Wohnungssuche. Und auch hier unterstützt er mich. Gerade als Alleinerziehende ohne Hilfe der Familie, fühlt man sich manchmal allein gelassen. Umso schöner finde ich es, dass ich nun einen Mann an meiner Seite habe, mit dem ich wieder mein Leben teilen darf.

Alles Liebe!

Nina